BTB - Bestäubungs- und Trachtbörse

Imker und Landwirte im Austausch

Herzlich Willkommen!

Hier entsteht die Bestäubungs- und Trachtbörse für Imker und Landwirte in Niedersachsen!

Bis es soweit ist, informieren wir Sie auf dieser Projektseite laufend über den Fortschritt, die bisher erreichten Meilensteine und kommenden Termine.

Möchten Sie mehr über das Projekt erfahren? - Stöbern Sie mit Hilfe des Zeitstrahls durch den bisherigen Verlauf und werfen Sie einen Blick auf kommende Ereignisse.

Haben Sie Fragen zur Imkerei oder Landwirtschaft? - Stellen Sie uns Ihre Fragen in einer Online Umfrage! Die Top-10 der am häufigsten gestellten Fragen werden bereits hier in den FAQ von Experten beantwortet!

Positive Auswirkungen der Blühflächen auf die Völkerentwicklung sind deutlich erkennbar.

Freizeitimker Herr Becker, Celle

Eine Kooperation von:

BTB - Bestäubungs- und Trachtbörse - Imker und Landwirte im Austausch

Im Jahr 2017 startete das Projekt „Bestäubungs- und Trachtbörse im Fachinformationssystem Mein Bienenstand – Landwirtschaft und Imkerei im Austausch“ mit dem Ziel die Kooperation und Kommunikation zwischen Honigbienenhaltern und Landwirten zu verbessern. Das Vorhaben, das sich kurz „BTB“ nennt, wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) fachlich und finanziell gefördert. Projektverantwortliche sind die Landwirtschaftskammer Niedersachsen, das LAVES - Institut für Bienenkunde in Celle sowie die IP SYSCON GmbH. Das ESTEBURG Obstbauzentrum Jork lässt zudem seine langjährigen Erfahrungen der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Obstbauern und Imkern in das Projekt mit einfließen. Die Beteiligten arbeiten über einen Zeitraum von drei Jahren in enger Kooperation mit Landwirten und Imkern aus den Pilotregionen „Altes Land“ und der „Lüneburger Heide“. Gemeinsam entwickeln sie die BTB, eine Online-Plattform, die der Vermittlung von Tracht-/Blühflächen bzw. Honigbienen-Völkern dient und Information über Imkerei und Landwirtschaft in Form eines Fragenkataloges bereitstellt.

In bisher zwei durchgeführten Workshops und Online-Umfragen wurden grundsätzliche Wünsche beider Interessensgruppen zur Gestaltung des Online-Portals sowie der Informationsbedarf über das jeweils andere Themenfeld ermittelt. Ein erster Test der BTB erfolgt in den kommenden Monaten durch die Projektteilnehmer. Die hieraus gewonnenen Erkenntnisse werden innerhalb eines dritten Workshops im Februar 2019 mit Imkern und Landwirten diskutiert und dienen der fortwährenden Optimierung des Online-Portals. Für Mitte 2019 ist die Freischaltung für die Öffentlichkeit geplant.

Im Frühjahr 2018 startete zudem ein Blühflächen-Monitoring. 20 landwirtschaftliche Betriebe und Imker dokumentieren und beobachten hierbei die Entwicklung ihrer Blühflächen oder Bienenvölker über einen Zeitraum von zwei Jahren. Die Imker interessiert dabei vor allem der Beitrag den Blühflächen zur Nahrungsversorgung von Honigbienenvölkern leisten. Für die Landwirte ist darüber hinaus von Bedeutung, welche pflanzenbaulichen Vor- bzw. Nachteile die Anlage von Blühflächen mit sich bringen können.

Das Projektgeschehen wird über den gesamten Verlauf von Öffentlichkeitsarbeit begleitet.

  • 2017

  • Projektstart

    April 2017

  • 1. Workshop

    16.06.2017

    Zur aktiven Mitgestaltung der Bestäubungs- und Trachtbörse (BTB) kamen Landwirte und Imker aus den Projektregionen im Juni 2017 in Bad Bevensen zu einem ersten Workshop zusammen. Den Auftakt dieser Veranstaltung bildete eine Führung durch den Lehrbienenstand des Imkervereins Bad Bevensen. Darauf folgte eine kurze Vorstellung der Inhalte und Ziele des Projekts BTB. Im Mittelpunkt des Tages stand jedoch der Austausch der Teilnehmer untereinander. In drei Arbeitsgruppen wurden Ideen und Wünsche zur erfolgreichen Kommunikation und Kooperation zwischen den beiden Zielgruppen gesammelt. Aus den Ergebnissen des ersten Workshops ließen sich wichtige Ansatzpunkte für die Konzeptionierung der BTB und der Onlineumfrage ableiten.

  • Online-Umfrage

    September / Oktober 2017

    • Die Ergebnisse des ersten Workshops bildeten die Grundlage für die Erstellung der Onlineumfrage, die im September und Oktober 2017 durchgeführt wurde. Insgesamt erfolgten deutschlandweit über 1.000 Aufrufe, darunter mehrheitlich durch Imker. Daneben beteiligten sich ebenso überraschend viele Landwirte an der Befragung.

    • Die Auswertung der Umfrage ergab u.a. Folgendes:

      • Mehr als die Hälfte der teilnehmenden Imker (57%) und Landwirte (55%) fühlt sich nicht ausreichend über die Themen der jeweils anderen Gruppe informiert.

      • Bei 44% der teilnehmenden Landwirte besteht Informationsbedarf bezüglich der Wirkung von Pflanzenschutzmitteln (PSM) auf Bienen.

      • Fast die Gesamtheit der teilnehmenden Landwirte (95%) gab an, dass ihnen der Bienenschutz bei der Anwendung von PSM wichtig sei.

      • Sowohl von landwirtschaftlicher (82%), als auch imkerlicher Seite (80%) wird die Kooperation miteinander als sinnvoll angesehen.

    • Darüber hinaus lieferte die Umfrage wichtige Anhaltspunkte für die Konzeptionierung der BTB.

  • 2018

  • 2. Workshop

    22.02.2018

    Der zweite Workshop wurde im Februar 2018 in der Woltersburger Mühle (Landkreis Uelzen) durchgeführt. Die jeweils 16 teilnehmenden Landwirte und Imker besprachen in drei Foren die Funktionen und den Aufbau der BTB. Die Ergebnisse dienten als konkrete Arbeitsanweisungen für die Programmierung und Gestaltung der Plattform.

  • 2. Online-Befragung

    Beginn März 2018

    Zur Bereitstellung gezielter Informationen in den Themenbereichen Landwirtschaft und Imkerei erarbeiten die Projektpartner derzeit einen Fragen-Antworten-Katalog für die BTB. Damit die Gestaltung möglichst umfangreich und praxisnah erfolgt, werden seit Mai 2018 mittels einer Online-Befragung Fragen von Landwirten und Imkern zum jeweils anderen Fachgebiet gesammelt. Die Projektpartner LAVES – Institut für Bienenkunde Celle und Landwirtschaftskammer Niedersachsen liefern die entsprechenden, fachlich fundierten Antworten.

  • Info-Veranstaltung im Alten Land

    24.04.2018

    Im Rahmen der Projekt-Kooperation lud das ESTEBURG – Obstbauzentrum Jork pünktlich zum Start der Obstblüte am 24. April 2018 Imker und Landwirte zu einer Informationsveranstaltung ein. Den Projektteilnehmern wurden Praxisbeispiele zur erfolgreichen Kooperation zwischen Obstbauern und Imkern im Alten Land vorgestellt.

  • Beginn 1. Blühflächen-Monitoring 2018

    Mai 2018

    • Das Blühflächenmonitoring (BFM) wird durch die Landwirtschaftskammer und das Bieneninstitut koordiniert und durchgeführt. Die praktischen Arbeiten erfolgen in den Monaten Mai bis September in den Jahren 2018 und 2019.

    • 20 Landwirte stellen zu diesem Zweck ihre Blühstreifen bzw. Blühflächen zur Beobachtung der Entwicklung dem Projekt zur Verfügung. Die teilnehmenden Betriebe befinden sich überwiegend im Projektgebiet der Lüneburger Heide. Jeder der Teilnehmer arbeitet beim Monitoring mit einem Imker zusammen, der die Entwicklung seiner Bienenvölker in Bezug zum Standort am Blühstreifen bzw. der Blühfläche dokumentiert.

  • Ende 1. Blühflächen-Monitoring

    September 2018

  • Ende 2. Online-Befragung

    Dezember 2018

  • 2019

  • 3. Workshop

    12.02.2019

  • Beginn 2. Blühflächen-Monitoring

    Mai 2019

    • Das Blühflächenmonitoring (BFM) wird durch die Landwirtschaftskammer und das Bieneninstitut koordiniert und durchgeführt. Die praktischen Arbeiten erfolgen in den Monaten Mai bis September in den Jahren 2018 und 2019.

    • 20 Landwirte stellen zu diesem Zweck ihre Blühstreifen bzw. Blühflächen zur Beobachtceung der Entwicklung dem Projekt zur Verfügung. Die teilnehmenden Betriebe befinden sich überwiegend im Projektgebiet der Lüneburger Heide. Jeder der Teilnehmer arbeitet beim Monitoring mit einem Imker zusammen, der die Entwicklung seiner Bienenvölker in Bezug zum Standort am Blühstreifen bzw. der Blühfläche dokumentiert.

  • Karte der Hauptkulturgebiete (HKG) Niedersachsens

    vorraussichtlich Mai 2019

    Auf einer digitalen Karte werden die Hauptkulturgebiete in Niedersachsen dargestellt. Für das Projekt relevant sind dabei insbesondere Kulturen, die auf die Bestäubung durch Insekten, wie Bienen angewiesen sind.

  • Freischaltung Version 1

    Mitte 2019

    Im Sommer 2019 soll die BTB freigeschaltet werden und somit allgemein im Internet zur Verfügung stehen. In den folgenden Monaten werden weitere Inhalte ergänzt und eventuelle Fehler bereinigt. Die Rückmeldungen der Nutzer werden gesammelt und ausgewertet.

  • Ende 2. Blühflächen-Monitoring

    September 2019

  • 2020

  • Abschlussveranstaltung

    vorraussichtlich März 2020

Interviews im Rahmen des Blühflächenmonitorings

In Folge des Blühflächenmonitorings wurden mit beteiligten Landwirten und Imkern Interviews geführt, um Ihre Einschätzungen zur Bedeutung einer Landwirt-Imker-Kooperation und Ihren Erfahrungen mit der Zusammenarbeit zu dokumentieren.

Hier finden Sie zwei Auszüge:

Interview mit dem Landwirt Herrn Stolze aus Celle

Herr Stolze bewirtschaftet einen Ackerbau/Futterbau-Betrieb als Haupterwerb im Landkreis Celle. Seit mehreren Jahren nimmt er am Blühstreifenprogramm im Rahmen der Agrarumweltmaßnahmen (NiB-AUM) teil. Seine zwei Hektar große, im Wald gelegene Blühfläche stellte er uns für unser Monitoring im Projekt BTB zur Verfügung. Herr Becker, ein mit dem Landwirt befreundeter Hobbyimker, platzierte seine Honigbienen für unsere Untersuchungen direkt an der Blühfläche.

Am Ende des Blühflächen-Monitorings stellten wir Herrn Stolze einige Fragen zum Thema Blühflächen und der Zusammenarbeit mit seinem Imker.

Ist Ihnen die Wahrnehmung Ihrer Blühfläche durch die Bevölkerung wichtig?

Die Wahrnehmung durch Insekten ist mir wichtiger, aber durch die Bevölkerung auch.

Welche Erfahrungen haben Sie bisher mit der Teilnahme am Blühstreifenprogramm der Agrarumweltmaßnahmen (NiB-AUM) gesammelt?

Das Blühstreifenprogramm ist im Grunde eine gute Sache. Es ist gut als "Ausgleich" für bewirtschaftete Ackerflächen. Auch Restflächen, z.B. keilförmige Flächen können gut innerhalb des Blühstreifenprogramms genutzt werden. Allerdings empfinde ich die damit verbundene Bürokratie als sehr kompliziert und würde mir wünschen, dass es weniger an bürokratischem Aufwand gäbe. Zudem sollte der Drilltermin (derzeit der 15.4.) abhängig vom Wetter gemacht werden.

Was halten Sie von der Möglichkeit der Imkerbeteiligung (im Rahmen des Blühstreifenprogramms der NiB-AUM)?

Die Imkerbeteiligung ist eine gute Sache. Der Landwirt erhält durch zusätzliches Geld den Anreiz zur Imkerbeteiligung. Auch die Initiierung der Zusammenarbeit mit einem Imker durch den Landwirt ist damit möglich.

Nach welchen Hauptkriterien haben Sie Ihre Blühmischung ausgewählt?

Ich habe die Blühmischung nach der Verfügbarkeit beim Händler ausgewählt. Das war die einzige Blühmischung, die der Händler angeboten hat.

Haben Sie bestimmte Erwartungen an die Zusammenarbeit mit einem Imker?

Die Zusammenarbeit muss pflegeleicht und unkompliziert ablaufen. Wichtig ist, dass eine vorherige Absprache erfolgt, wo die Bienen hingestellt werden.

Wie beurteilen Sie die Zusammenarbeit mit Ihrem Imker Herrn Becker?

Ich finde, das ist eine sehr gute Zusammenarbeit. Ich habe meinen Imker angesprochen, ob er Interesse an der Teilnahme am Projekt BTB bzw. am Blühflächen-Monitoring hätte und er hat ja gesagt. Dann hat Herr Becker geguckt wann die Pflanzen auf meiner Blühfläche zu blühen begonnen haben und seine Bienen zur Fläche gebracht.

Interview mit dem Imker Herrn Becker aus Celle

Herr Becker ist Freizeitimker im Landkreis Celle. Seit einigen Jahren stellt er seine Bienenvölker nach Absprache mit Landwirten an deren Flächen auf um seinen Bienen so eine ausreichende Versorgung mit Futter sicherzustellen. Für das Blühflächenmonitoring (BFM) wurden drei seiner Völker an eine, im Wald gelegene, 2 ha große Blühfläche angewandert. Diese Fläche wurde vom Landwirt Herrn Stolze, der in einem freundschaftlichen Verhältnis zu Herrn Becker steht, angelegt.

Am Ende des BFM wurden die Völkerentwicklung sowie die Zusammenarbeit zwischen Imker und Landwirt evaluiert.

Hat die Blühfläche positiv zur Entwicklung Ihrer Bienenvölker beigetragen?

In vorherigen Jahren waren die positiven Auswirkungen der Blühflächen auf die Völkerentwicklung deutlicher erkennbar. Dieses Jahr haben vor allem die Hitze und die Trockenheit diese Effekte erheblich geschmälert.

Konnten Sie Unterschiede zu Völkern an anderen Standorten erkennen?

Ich habe noch weitere Bienenvölker in meinem Garten, in einem Wohngebiet, aufgestellt. Diese Völker waren gerade in den trockenen Monaten besser mit Pollen und Nektar versorgt. Bei den Völkern an der Blühfläche kam erschwerend hinzu, dass zwei der drei Völker zunächst eine neue Königin heranziehen mussten und so nur ein „weiselrichtiges Volk“ die gesamte Zeit über an der Blühfläche stand. Aber auch bei diesem Volk konnte ich keinen Mehreintrag an Futter feststellen.

Haben Sie Unterscheide bei der Entwicklung der Bienenbrut feststellen können?

Auch hier habe ich in diesem Jahr keine direkte Auswirkung erkennen können, die ich der Blühfläche zuschreiben kann. Im letzten Jahr hingegen waren die Effekte deutlicher. Ich konnte von den Völkern an der Blühfläche sogar Honig ernten. Diese Unterschiede erkläre ich mir mit der ungünstigen Witterung. So begann die Blüte dieser Blühfläche bereits unmittelbar nach der Rapsblüte, sodass die Trachtlücke nicht vernünftig kompensiert werden konnte. Dennoch beurteile ich die Anlage von Blühflächen auch in diesem Jahr als insgesamt positiv für die Bienen!

Was schätzen Sie besonders an Blühflächen?

Neben dem Nektar sind die Bienen für die Aufzucht ihrer Brut vor allem auf Eiweiß in Form von Pollen angewiesen. Diese Pollenversorgung kann durch Blühflächen wunderbar ergänzt werden. Das lässt sich ganz augenscheinlich schon an der Farbe der eingetragenen Pollen erkennen. Hinzu kommt, dass die Bevölkerung die Anlage von Blühflächen wahrnimmt, was wiederum die positive Wahrnehmung der Kooperation zwischen Imker und Landwirt fördert.

Wie beurteilen Sie den Aufwand für die Anwanderung, wenn Sie diesen dem Nutzen gegenüberstellen?

Der Aufwand ist sehr gering. Als Imker trage ich eine Verantwortung für meine Bienen und die imkerlichen Tätigkeiten an den Völkern, sowie den geringen Mehraufwand im Rahmen des Monitorings sehe ich nicht als Zusatzbelastung an.

Wie beurteilen Sie die Kooperation mit Landwirt Herrn Stolze?

Ich habe bereits in der Vergangenheit schon sehr oft mit Landwirten kooperiert, wenn es um die Aufstellung von Bienenvölkern ging. Die Kooperation mit Herrn Stolze ist sehr gut! Wir beide profitieren davon, ebenso wie auch Dritte: Meine Bienen nutzen die Fläche für ihre Nahrungsversorgung, Landwirte können durch die Blühflächen ihr Image aufbessern und durch den Imker in einigen Fällen sogar eine zusätzliche Förderung erhalten. Und nicht zu guter Letzt profitieren neben den Bienen auch weitere Tiere von den Blühflächen. Zum Beispiel wurden die Sonnenblumen in dieser Fläche von Rotwild als Äsung genutzt.

Frequently Ask Questions (FAQ)

Landwirte und Imker haben viele Fragen zu diesen beiden Bereichen. Gegenseitiges Verständnis erfordert die Beweggründe des Handelns zu kennen.

In einer Online Erhebung wurden Fragen gesammelt.

Die häufigsten "frequently asked questions (FAQ)" werden hier beantwortet. Die Antwortsammlung wird in den nächsten Monaten laufend ergänzt.

Fragen zu Landwirtschaft
Was ist eine Fruchtfolge?

Mit Fruchtfolge wird im Ackerbau die zeitliche Aufeinanderfolge verschiedener Pflanzenarten auf einem Feld bezeichnet. Die vor der aktuellen Hauptfrucht angebaute Kulturart wird Vorfrucht, die danach angebaute Nachfrucht genannt. Zwischen den einzelnen Hauptfrüchten können noch Zwischenfrüchte angebaut werden. In den meisten Fällen wiederholt sich die Abfolge der Kulturarten in regelmäßigen Abständen. Je nach Dauer einer solchen Fruchtfolgerotation spricht man von zwei-, drei-, vier-, …- jährigen Fruchtfolgen. Typische Fruchtfolgen in unseren Breiten sind bspw.: Zuckerrübe– Winterweizen – Wintergerste (- Zwischenfrucht -) oder Winterraps – Winterweizen – Wintergerste.

Der Landwirt plant die Fruchtfolge nach den auf dem jeweiligen Standort (Boden, Klima) anbauwürdigen Fruchtarten, den Wirkungen der verschiedenen Pflanzenarten aufeinander und den wirtschaftlichen Erfordernissen.

Was sind Zwischenfrüchte?

Zwischen den einzelnen Hauptfrüchten einer Fruchtfolge können für kurze Zeit Zwischenfrüchte angebaut werden, wenn der Zeitraum zwischen Ernte der Vorfrucht und Saat der Nachfrucht dies zulässt. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn nach der Ernte im Sommer erst im folgenden Frühjahr die Nachfrucht angebaut wird. Zwischenfrüchte dienen zur Gründüngung (Nährstoffkonservierung, z.B. Verminderung einer möglichen Nitratauswaschung) oder als Futter. Häufige Gründüngungszwischenfrüchte sind Senf, Ölrettich oder Phacelia, für Futterzwecke werden oft Weidelgräser angebaut.

Müssen Landwirte eine Fruchtfolge einhalten?

Es gibt keine grundsätzliche rechtliche Regelung, die den Landwirt zum Einhalten einer Fruchtfolge verpflichtet.

Da bei den meisten Kulturarten beim andauernden Anbau auf derselben Fläche über viele Jahre (Monokultur) der Ertrag und die Qualität abnehmen und gleichzeitig der Aufwand z.B. für den Pflanzenschutz steigt wird in der Regel eine Fruchtfolge eingehalten. Eine Ausnahme stellt Mais dar, der sehr selbstverträglich ist, d.h. auch bei langjährigem Anbau auf derselben Fläche gibt es keine abnehmenden Erträge. Empfehlungen zur Fruchtfolgegestaltung hat beispielsweise die Landwirtschaftskammer Niedersachsen in ihren „Leitlinien der ordnungsgemäßen Landwirtschaft“ festgeschrieben.

Landwirte, die Agrarförderung der EU erhalten müssen im Rahmen der Greeningvorschriften vom 01. Juni bis 15. Juli die Anbaudiversifizierung einhalten. Betriebe ab 10 ha Ackerfläche bis maximal 30 ha müssen mindestens zwei verschiedene Früchte mit einem gewissen Höchstumfang je Frucht anbauen, Betriebe über 30 ha mindestens drei Früchte (Stand: 2018).

Gibt es besonders bestäuberfreundliche Fruchtfolgen?

Als „bestäuberfreundlich“ kann eine Fruchtfolge bezeichnet werden, die einen hohen Anteil an blühenden (Tracht-)Pflanzen enthält. Dies können Hauptfrüchte wie z.B. Raps, Zwischenfrüchte wie Phacelia oder auch Brachen mit entsprechenden Blühmischungen sein. Die Entscheidung zur Gestaltung seiner Fruchtfolge trifft der jeweilige Landwirt.

Was sind Energiepflanzen?

Mit dem Begriff Energiepflanzen sind in der Regel Pflanzen gemeint, die als nachwachsender Rohstoff speziell für die energetische Nutzung angebaut werden. Im Wesentlichen sind hier drei Verwendungszwecke zu unterscheiden:

  • Erzeugung von Biogas: Eine Vielzahl von Pflanzen ist geeignet, um unter Luftabschluss zu Methan vergoren zu werden.

  • Nutzung als Festbrennstoff: z.B. Holzhackschnitzel aus Kurzumtriebsplantagen (KUP, schnellwachsende Gehölze)

  • Erzeugung von Kraftstoff: z.B. Biodiesel aus Rapsöl

Welche Pflanzen eignen sich zur Biogasproduktion?

Für die Vergärung zu Biogas eignen sich viele Pflanzenarten. Für den wirtschaftlichen Betrieb der Biogasanlage sind folgende Kriterien wichtig:

  • Biomasseertrag: Einen hohen Ertrag liefern vor allem Mais und Zuckerrüben oder auch Getreide-Ganzpflanzen (Ernte z.B. von Roggen vor der Kornreife).

  • Vergärungseigenschaften: Die organische Masse soll leicht vergärbar sein und einen hohen Methanertrag liefern. Besonders schnell werden Zuckerrüben umgesetzt, auch Mais zeichnet sich durch eine gute Vergärbarkeit aus. Älteres Pflanzenmaterial, z.B. aus der Landschaftspflege benötigt dagegen deutlich länger und vermindert damit die Gasproduktion pro Zeiteinheit im Fermenter.

  • Konservierungseignung: Die Biogasanlage benötigt über das gesamte Jahr Gärsubstrat. In der Regel erfolgt die Konservierung durch Silierung, die Pflanzen müssen dafür geeignet sein. Gut silieren lassen sich z.B. Mais und Gras, schwieriger sind z.B. Zuckerrüben.

Auf Grund ihrer in dieser Hinsicht positiven Eigenschaften haben sich bisher vor allem Mais, Getreide-Ganzpflanzensilage und auch Zuckerrüben als Gärsubstrat durchgesetzt. Viele andere Pflanzenarten, z.B. Sonnenblume, Hirsen oder Silphie, befinden sich noch im Erprobungsstadium.

Eine umfangreiche Übersicht gibt die Broschüre „Energiepflanzen für Biogasanlagen“ (FNR 2012).

Wie ist der Anbau der Durchwachsenen Silphie zur Biogasproduktion zu beurteilen?

Die Durchwachsene Silphie (Silphium perfoliatum L.) ist ein aus Nordamerika stammender Korbblütler. Die mehrjährige (10-15 Jahre), bis zu 3 m hohe Staude wächst auch unter den in Deutschland vorzufindenden klimatischen und bodenkundlichen Bedingungen und blüht von Juli – September. Die relativ hohen Kosten der Anlage (Pflanzung oder Saat) amortisieren sich erst bei mehrjähriger (ca. 10 Jahre) Nutzung. Untersuchungen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und in Bayern (Hartmann et al 2017) zeigen, dass die Durchwachsene Silphie sehr ertragsstark ist, aber auf vielen Standorten sowohl im Biomasseertrag je Hektar als auch in der Methanausbeute unterhalb von Silomais liegt. Die vielfach im Vergleich zu Mais angenommene bessere Trockenheitsverträglichkeit bestätigen Untersuchungen des Julius Kühn-Instituts nicht (Dauber et al 2016). Dagegen wurden vielfältige positive ökologische Wirkungen festgestellt. Eine geringe Gefahr der unkontrollierten Ausbreitung dieser nicht heimischen Pflanze muss beachtet werden.

Insgesamt kann die Silphie, insbesondere auf Rand- und Restflächen, eine Bereicherung der Biogasfruchtfolge darstellen.

Wie fördert der Staat die Landwirtschaft?

Der Staat fördert, genau wie auch andere Wirtschaftsbereiche, die Landwirtschaft über verschiedene Maßnahmen. So werden beispielsweise Agrar- und Infrastrukturmaßnahmen gefördert, für eine „leistungsfähige, auf künftige Anforderungen ausgerichtete und wettbewerbsfähige Land- und Forstwirtschaft, den Küstenschutz sowie vitale ländliche Räume“ (BMEL 2018).

Besonders im Fokus stehen die Direktzahlungen als Kernelement der EU-Agrarförderung. In Form einer von der Produktion unabhängigen, flächenbezogenen Zahlung sollen sie die Einkommens- und Risikoabsicherung der landwirtschaftlichen Betriebe unterstützen und die z.T. erheblichen Schwankungen der Agrarpreise abfedern (BMEL 2018). Seit der Reform 2015 erfolgt eine Zahlung von mehreren Teilprämien, die auch von zusätzlichen Kriterien abhängen (Klima- und Umweltschutz, Förderung kleiner Betriebe und von Junglandwirten).

Mit Blick auf die Zeit nach 2020 wird über die nächste Reform dieser EU-Regelungen diskutiert.

Müssen Landwirte für die Förderung Auflagen einhalten?

Um die Direktzahlungen zu erhalten müssen Landwirte grundlegende Anforderungen an die Betriebsführung einhalten. Diese ergeben sich aus EU-Verordnungen und Richtlinien aus den Bereichen Natur-, Umwelt- und Tierschutz. Zudem gelten die Standards zur Erhaltung von Flächen in "gutem landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand". Nähere Informationen zu diesen "Cross-Compliance-Regelungen" gibt das BMEL.

Seit der Reform 2015 wird die volle Prämie nur ausgezahlt, wenn bestimmte „Greening-Verpflichtungen“ eingehalten werden. Dies betrifft die Anbaudiversifizierung, den Grünlanderhalt und die Bereitstellung von mindestens 5% der Ackerfläche als ökologische Vorrangfläche. Ausgenommen davon sind lediglich Betriebe, die unter die Kleinlandwirteregelung fallen, Betriebe des ökologischen Landbaus sowie Betriebe mit ausschließlich Dauerkulturen.

Wie werden ökologische Maßnahmen gefördert?

Neben den Direktzahlungen können landwirtschaftliche Betriebe eine besondere Förderung für (freiwillige) Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen, den ökologischen Landbau und für Tierschutzmaßnahmen erhalten. Die genaue Ausgestaltung obliegt den einzelnen Bundesländern.

Eine Übersicht über Maßnahmen in Niedersachsen gibt das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz .

Welche Förderung gibt es für Blühflächen?

Im Rahmen der Agrarumweltmaßnahmen werden, in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich, auch Blühflächen gefördert.

Niedersachsen (Stand 2018):

Blühstreifen und Blühflächen zählen als Ackerfläche und aktivieren somit Zahlungsansprüche. Die Förderung als Niedersächsische/Bremer Agrarumweltmaßnahme (NiB-AUM) kann zusätzlich erfolgen. Unterschieden wird in drei Arten: Dem klassischen, einjährigen Blühstreifen BS 11, dem strukturierten, einjährigen Blühstreifen BS 12 sowie dem mehrjährigen Blühstreifen BS 2. Blühstreifen und Blühflächen werden zudem als Greeningmaßnahme anerkannt.

Einjährige Blühstreifen: Blühsteifen/-flächen auf Ackerland, 6-30 m breit, insgesamt max. 10 ha (je Einzelfläche max. 2 ha), Blühpflanzen aus vorgeschriebener Liste. Sonderform: Strukturreicher Blühstreifen.

Mehrjährige Blühstreifen: weitgehend wie oben, aber: 5 Jahre auf dem selben Standort

Wird das Einhalten der Regelungen kontrolliert?

Landwirtschaftliche Betriebe, die Direktzahlungen beantragen, werden systematisch kontrolliert. Dies betrifft Nutzung und Größe der beantragten Flächen sowie die Einhaltung der Cross-Compliance- und Greening-Regelungen. In der Regel erfolgt eine stichprobenartige Prüfung nach einer risikobasierten Zufallsauswahl.

Noch intensiver wird die Einhaltung der mit den Agrarumweltmaßnahmen verbundenen Auflagen, darunter die Anlage von Blühstreifen, geprüft.

Fragen zu Imkerei
Was ist integrierter Pflanzenschutz?

Im integrierten Pflanzenschutz zur Sicherung von Erträgen stehen biologische, biotechnische, züchterische sowie anbautechnische Maßnahmen im Vordergrund. Ziel ist es den Einsatz von chemischen Wirkstoffen soweit wie möglich zu beschränken. Gleichwohl, wenn in landwirtschaftlichen und gärtnerischen Kulturen Schadorganismen bestimmte Schadschwellen überschreiten, ist der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wie Insektiziden / Akariziden, Fungiziden und Herbiziden im Rahmen von Pflanzenschutzmaßnahmen oftmals unverzichtbar.

Wie ist der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln geregelt?

Chemische Pflanzenschutzmittelwirkstoffe lassen sich je nach Ziel-Schadorganismus in folgende Kategorien einteilen: Herbizide wirken gegen Pflanzen, Fungizide wirken gegen Pilze, Insektizide wirken gegen Insekten, Akarizide wirken gegen Milben, letztere beiden werden wegen ihrer z.T. übergreifenden Wirkung auch in einer Gruppe zusammengefasst. Das Pflanzenschutzgesetz regelt den Umgang mit Pflanzenschutzmitteln von der Begriffs- und Zweckbestimmung über Zulassungsverfahren, Verkehr, Anwendung, Entschädigungsregelungen und Überwachung bis zu den Vorschriften zum Schutz von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen. Basierend auf dem Pflanzenschutzgesetz wurden weitere Verordnungen erlassen. Honigbienen werden durch die Verordnung über die Anwendung bienengefährlicher Pflanzenschutzmittel (Bienenschutzverordnung) geschützt. Pflanzenschutzmittel werden immer nur für eine begrenzte Zeit zugelassen, danach muss eine neue Beantragung und Bewertung erfolgen. Bevor ein Pflanzenschutzmittel zugelassen wird, muss ein umfangreiches Dossier bezüglich zahlreicher Fragestellungen wie z.B. Wirksamkeit gegenüber Zielorganismus, Verträglichkeit bei Nutzorganismus, Anwenderschutz, Rückstandsverhalten, ökologische Verträglichkeit, Nützlingsschutz und Bienenschutz erstellt werden. Die Liste der aktuell zugelassenen Pflanzenschutzmittel inkl. Auflagen sowie für welche Kulturen können online beim BVL eingesehen werden https://apps2.bvl.bund.de/psm/jsp/index.jsp

In welche Kategorien des Bienenschutzes werden Pflanzenschutzmittel eingeteilt?

Die Bienenschutzverordnung regelt den Schutz der Honigbienen beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Die Gefährdung der Bienen durch Pflanzenschutzmittel hängt vom Wirkstoff, dessen Dosierung und Formulierung ab. Mit der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln erteilt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) u.a. auch Auflagen bzgl. des Bienenschutzes. Der Beurteilung bienengefährlich oder nicht bienengefährlich liegen entsprechende Prüfstudien von Labor-, Tunnel-, Freilandversuchen zur Auswirkung der Wirkstoffe und Produkte auf erwachsene Bienen, Bienenbrut sowie ggf. inkl. Untersuchungen auf subletale Effekte zu Grunde.

Einstufung von Pflanzenschutzmitteln in 4 Kategorien
B1bienengefährlich
B2bienengefährlich, außer bei der Anwendung nach dem Ende des täglichen Bienenfluges in dem zu behandelnden Bestand bis 23.00 Uhr
B3aufgrund der durch die Zulassung festgelegten Anwendung des Mittels werden Bienen nicht gefährdet
B4nicht bienengefährlich
Welche Auflagen sind beim Einsatz bienengefährlicher Pflanzenschutzmittel vorgeschrieben?

Gemäß der Bienenschutzverordnung bestehen für „bienengefährliche“ Pflanzenschutzmittel erhebliche Auflagen bei der Anwendung. Die Auflagen gelten für jeden Anwender unabhängig von Eigentumsverhältnissen oder Betriebsgrößen (Landwirt, Auftragsunternehmer, Gärtner oder Kleingärtner). So dürfen keine blühenden oder von Bienen beflogenen Kulturen mit bienengefährlichen Pflanzenschutzmitteln behandelt werden. Dies gilt auch für alle anderen Pflanzen, die sich in bzw. am Rande der zu behandelnden Kultur befinden. Ebenso dürfen bienengefährliche Pflanzenschutzmittel nicht im Umkreis von Bienenvölkern (60 m Abstand) ausgebracht werden. Bei der Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln ist vom Anwender auch die Drift des Spritznebels aufgrund von Wind zu berücksichtigen. Ferner dürfen Bienen nicht mit Pflanzenschutzmitteln bei deren Handhabung, Aufbewahrung und Beseitigung in Berührung kommen. Nicht bienengefährliche Pflanzenschutzmittel dürfen in die Blüte gespritzt werden. Neben diesen 2 Kategorien gibt es eine 3. Kategorie von Pflanzenschutzmitteln, die grundsätzlich als bienengefährlich gelten, allerdings nicht bei der Anwendung nach dem täglichen Bienenflug bis 23.00 Uhr. Eine 4. Kategorie betrifft Pflanzenschutzmittel bei deren Anwendung Honigbienen nicht mit dem Präparat konfrontiert werden.

Wie dürfen nicht bienengefährliche Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden?

Nicht bienengefährliche Pflanzenschutzmittel (B4) dürfen in die Blüte gespritzt werden. Gleichwohl sind auch hier negative Beeinträchtigungen einiger Flugbienen nicht ganz ausgeschlossen. Weiterhin besteht seit vielen Jahren das Problem, dass im Gegensatz zu fast allen anderen Honigen, die völlig frei von Pflanzenschutzmittelrückständen sind, dies für den Rapshonig nicht zutreffend ist. Beide Problembereiche bei der Anwendung von nicht bienengefährlichen Pflanzenschutzmitteln (B4) in die Blüte, 1. die mögliche Schädigung einzelner Flugbienen sowie 2. das Rückstandsproblem, könnten deutlich minimiert werden, wenn die Pflanzenschutzmittelspritzungen nicht in der Hauptflugzeit der Bienen durchgeführt würden.

Welche Wirkung haben auf Pflanzenschutzmittel auf Honigbienen?

Die Gefährlichkeit eines Pflanzenschutzmittels ist von seinem Wirkmechanismus sowie der Dosierung abhängig. Unkrautbekämpfungsmittel (Herbizide) zielen auf die Pflanzenphysiologie ab. Daher ist es offensichtlich, dass hier eine Gefährdung der Bienen überaus gering ist. Pilzbekämpfungsmittel (Fungizide) können insbesondere in Verbindung mit Insektiziden gefährlich für Bienen sein. Insektizide und Akarizide wirken auf die Physiologie von Tieren oder spezifisch von Insekten und Spinnentieren. Bei diesen Wirkstoffen ist daher eine Wirkung auf die Bienen am wahrscheinlichsten. Sehr viele insektizide Wirkstoffe wirken auf das Nervensystem der Insekten. Die Gefährdung der Bienen hängt von der Dosierung des Wirkstoffes ab. Für jeden einzelnen Wirkstoff betrachtet bedeutet dies, dass obwohl bei niedriger Dosierung keine Gefährdung vorhanden ist, sich die Gefährlichkeit für Bienen umso mehr erhöht, je höher er dosiert wird. Mit zunehmender Konzentration von Insektiziden können von keinen Effekten (No-Effekt-Level, keine sichtbaren oder messbaren Schädigungen), über subletale Effekte (Störung der Orientierung), chronische Vergiftungen (ggf. Schädigungen der Brut) bis zu akuten Vergiftungen auftreten.

Welche Krankheiten können Bienenvölker haben?

Man unterscheidet bei den Honigbienen zwischen Brutkrankheiten und Krankheiten der erwachsenen Bienen. Hintergrund ist, dass Krankheitserreger, die Brutkrankheiten auslösen, unbedenklich für erwachsene Bienen sind und umgekehrt Erreger von Krankheiten der erwachsenen Bienen unbedenklich für die Brut sind. Dies ist in gewisser Weise ein Vorteil, den man auch gezielt bei der Bekämpfung von Krankheiten nutzt. Ausnahme ist die Varroose. Da Bienen neben dem eigenen auch andere Bienenvölker aufsuchen (Verflug, Räuberei), bei imkerlichen Aktivitäten auch Waben zwischen Völkern ausgetauscht und Bienenvölker verstellt / migriert werden sowie kranke Völker nicht „aufgestallt“ werden können, besteht immer eine große Gefahr der Ausbreitung von Bienenkrankheiten. Bis auf die Varroose lassen sich alle Bienenkrankheiten durch konsequent umgesetzte biotechnische Maßnahmen, insbesondere bei frühzeitigem Erkennen, und ohne Medikamenteneinsatz bekämpfen.

Welche Brutkrankheiten gibt es?

Amerikanische Faulbrut, Varroose, Kalkbrut, Sackbrut, Europäische Faulbrut

Amerikanische Faulbrut (AFB) ist eine Erkrankung, die durch das Bakterium Paenibacillus larvae ausgelöst wird. AFB ist nicht gleichmäßig verbreitet, tritt gleichwohl mit einigen Ausbruchsfällen jedes Jahr in unterschiedlichen Regionen auf. Nimmt eine junge Larve während ihrer Fressphase Sporen dieses Erregers auf, können diese Bakteriensporen in der Larve auskeimen (von der Sporenform in die vegetative Form). Diese vegetativen Keime vermehren sich extrem schnell und gelangen schließlich in die Leibeshöhle. Durch diese Vermehrung sowie giftige Stoffwechselprodukte stirbt die Larve ab. Zurück bleibt eine bräunliche Masse, die im weiteren Verlauf eintrocknet (Schorf). Beim Absterben der Larve gehen die entstandenen Millionen Bakterien in deren Dauerform, die Sporen, über und können nun - bei Übertragung - andere gesunde Larven infizieren. Das Bakterium Paenibacillus larvae befällt ausschließlich Larven. Die erwachsenen Bienen können nicht angesteckt werden, sind allerdings an der Sporenverbreitung beteiligt. Für den Menschen ist das Bakterium völlig ungefährlich. Da die Krankheit sich über die Sporen und deren Transport durch Bienen sehr schnell ausbreiten kann, wird diese Krankheit zu Recht als Bienenseuche eingestuft und unterliegt somit der Tierseuchen-Gesetzgebung. Dies bedeutet, dass ein Auftreten bzw. bereits ein Verdacht der zuständigen Behörde (Veterinäramt) angezeigt werden muss. Der Amtstierarzt entscheidet über die durchzuführenden Sanierungs- und Entseuchungsmaßnahmen. Da Bienen nicht nur das eigene Volk, sondern auch benachbarte Völker, ja sogar benachbarte Bienenstände aufsuchen, besteht die Gefahr, dass auch andere Völker im Umkreis des befallenen Standes Sporen und ggf. Erkrankungen aufweisen. Demzufolge wird um den Faulbrutstand ein Sperrgebiet eingerichtet. Alle Völker des Sperrgebietes werden auf Krankheitssymptome untersucht. Für die Zeit der Untersuchungen, Sanierungen und Nachuntersuchungen dürfen keine Völker aus dem Sperrgebiet heraus- bzw. hineingewandert werden. Nach Tilgung der Krankheit und einer angemessenen Wartezeit wird das Sperrgebiet wieder aufgehoben.

Varroose ist eine Erkrankung ausgelöst durch den Parasiten Varroamilbe (Varroa destructor) sowie durch diesen Parasiten übertragene Viren. Varroamilben sind in jedem Bienenvolk vorhanden und sie ist weltweit bis auf wenige Regionen verbreitet. Können die Milben sich gut vermehren und wird seitens des Imkers nicht ausreichend mittels biotechnischer Maßnahmen und Medikamente gegen diese Vermehrung angekämpft, brechen die Bienenvölker nach 1 bis 3 Jahren zusammen. Bienen, die zwischen verschiedenen Völkern fliegen (Verflug, Räuberei) können die Varroen verbreiten. Besonders gravierend tritt dies ein, wenn aus an Varroose zusammenbrechenden Völkern mit Varroen belastete Bienen sich in andere, gesunde Völker einbetteln. Die Varroen ernähren sich von den Bienenlarven und vermehren sich dabei in den Brutzellen. Ist keine oder sehr wenig Brut vorhanden, verstecken sich die Varroen unter den Bauchschuppen des Hinterleibes von erwachsen Bienen und saugen deren Blut zu ihrer Ernährung. Durch das Saugen an Larven und Bienen werden Viren übertragen, die weitere Krankheiten (Entwicklungsstörungen, Paralysen, Verhaltensänderungen) auslösen können. Bekämpft wird die Varroa durch biotechnische Maßnahmen (Bildung von Ablegern, etc.) sowie außerhalb der Honigerntesaison mittels Medikamenten (insbesondere organische Säuren).

Kalkbrut ist eine Erkrankung der Larven ausgelöst durch den Pilz Ascosphaera apis. Sie tritt relativ häufig auf, ist aber bei weitem nicht so gefährlich und bedrohlich für eine Imkerei und das Umfeld wie die Amerikanische Faulbrut. Allerdings kann das Bienenvolk durch die Erkrankung in erheblichem Maße geschwächt werden. Im Extremfall sind Völkerverluste nicht auszuschließen. Die Larven nehmen die Sporen auf. Aus den Sporen bildet sich ein Pilzmycel, das den Larvenkörper durchsetzt. In der Regel sind Larven im Streckmaden- oder Vorpuppenstadium abgestorben und werden aufgrund ihres Aussehens als Mumien (weiß) bezeichnet. Treffen weibliche und männliche Mycele in bzw. auf einer Larve zusammen, kommt es zur Befruchtung und der anschließenden Ausbildung der Fruchtkörper mit Millionen neuer Sporen (schwarze Mumie). Beim Aufplatzen der Fruchtkörper (Sporangien) werden die Sporenballen (Asci) verstreut. Anschließend platzen die Sporenballen auf und entlassen die widerstandsfähigen, extrem leichten und mikroskopisch kleinen Sporen. Die Kalkbrut wird durch Bienen (Verflug, Räuberei) und Imker (u.a. Wabenaustausch) verbreitet. Es ist eine typische Faktorenkrankheit, denn erste die negative Entwicklung von anderen Faktoren wie Absinken der Brutnesttemperatur, hohe Luftfeuchtigkeit, Inzucht und geringes Hygieneverhalten der Bienen begünstigen die Vermehrung des Pilzes.

Sackbrut wird ausgelöst durch das Sackbrutvirus, welches die Larve befällt und deren Entwicklung im Streckmadenstadium zum Erliegen bringt. Das Virus ist weit verbreitet, erkrankte Larven werden in starken Völkern schnell von den Bienen entfernt und ein deutlich sichtbarer Ausbruch der Krankheit so verhindert. Es ist eine typische Faktorenkrankheit, denn erste die negative Entwicklung von anderen Faktoren wie vor allem mangelhaftes Hygieneverhalten der Bienen begünstigen die Vermehrung des Sackbrutviruses.

Europäische Faulbrut wird ausgelöst durch das Bakterium Melissococcus plutonius, häufig einhergehend mit einer Mischinfektion mit anderen Bakterien. In Deutschland tritt die Krankheit überaus selten auf. Sofern ein Ausbruch verzeichnet würde, sollte man Maßnahmen wie bei der AFB ergreifen.

Welche Krankheiten der erwachsenen Bienen gibt es?

Krankheiten der erwachsenen Bienen sind i.w.S. u.a. Varroose (siehe unter Brutkrankheiten), Nosemose, Malpighamoebiose, Acarapiose, Viruserkrankungen, Darmstörungen, Vergiftungen

Nosemose ist eine Pilzerkrankung des Darms ausgelöst durch Nosema spec. Bedingt durch die Vermehrung des Mikropilzes im Darm der erwachsenen Bienen werden Funktionen von Darm und anderen Organen gestört. Bienen werden flugunfähig, können den Kot nicht mehr halten und die Bienenmasse des Volkes nimmt ab. Nosemasporen sind relativ weit verbreitet. Die Abwehrmechanismen des Bienenvolkes wirken einer Erkrankung entgegen. Zum Ausbruch, also den sichtbaren Symptomen der Krankheit kommt es vor allem dann, wenn auch andere Faktoren den Ausbruch begünstigen.

Malpighamoebiose wird ausgelöst durch die Malpighamoeba mellificae, indem diese sich in den Malpighischen Gefäßen der Bienen (haben „Nierenfunktion“ bei Insekten) vermehren. Bedingt dadurch kommt es zur Verstopfung der Gefäße sowie zu einer Art Vergiftung wegen der mangelhaften Entsorgung von Stoffwechselendprodukten. Krabbelnde, verendende Bienen sowie übelriechende Kotspritzer am Flugloch sind typische Symptome. Malpighamoebiose ist wenig verbreitet und unbedeutend. Die Abwehrmechanismen des Bienenvolkes wirken einer Erkrankung entgegen. Zum Ausbruch, also den sichtbaren Symptomen der Krankheit kommt es vor allem, wenn auch andere Faktoren den Ausbruch begünstigen.

Acarapiose wird ausgelöst durch die Milbe Acarapis woodi. Die Milbe wandert in das erste Tracheenpaar der Biene ein und vermehrt sich dort. Die Zunahme an Individuen sowie Kotreste und Schorfe von Hämolymphe verstopfen die Tracheen, so dass insbesondere die ausreichende Sauerstoffversorgung beim Flug für die Bienen eingeschränkt ist. Die Krankheit ist seit Jahrzehnten nicht mehr aufgetreten.

Virosen: Durch die Varroa werden diverse Viren übertragen, die Entwicklungsstörungen (Flügeldeformationsvirus) sowie Störungen und Verhaltensänderungen (Akutes Bienenparalyse Virus, Chronisches Bienenparalyse Virus) auslösen. Diese Viren sind weit verreitet. Die zeitweise regionalen Häufigkeiten sind noch nicht voll geklärt. Eine Bekämpfung erfolgt durch eine konsequente Bekämpfung der Varroamilben.

Ruhr und Maikrankheit: Weitere Darmerkrankungen werden durch Störung der Bienen vor allen in den Wintermonaten (Ruhr) sowie Wassermangel (Maikrankheit, Verstopfung) ausgelöst und sind keine Krankheiten i.e.S.

Vergiftungen treten durch unsachgemäße, fehlerhafte Anwendung von Pflanzenschutzmitteln auf. In den meisten Fällen handelt es sich um Missachtung von Auflagen (bienengefährliche Produkte in blühenden Kulturen angewendet, Auflage „Anwendung erst nach dem täglichen Bienenflug bis 23 Uhr“ missachtet, Überdosierung, blühende Seitenränder oder andere von Bienen beflogene Beikräuter bei der Anwendung von bienengefährlichen Pflanzenschutzmitteln in nicht blühenden Kulturen missachtet). Gegenüber Erkrankungen fallen Vergiftungen dadurch auf, dass i.d.R. relativ große Mengen toter bzw. sterbender, krampfender Biene vor den Fluglöchern und im Boden der Beuten liegen. Bei allen Bienenkrankheiten sind eher wenige tote Bienen zu finden.

Zu welchen Zeiten ereignet sich der Bienenflug der einzelnen Bienenarten und ist eine Abstimmung mit der Landwirtschaft bezüglich des Auftragens der verwendeten Pflanzenschutzmittel möglich?

Sammelflüge von Honigbienen, Hummeln und anderen Wildbienen werden primär durch das Nahrungsangebot und die Witterung beeinflusst. Bei der Witterung spielen vor allem Temperatur und Niederschlag die Hauptrolle, aber auch Sonnenschein, Wind und Luftdruck. Hieraus folgt, dass allein bedingt durch den Temperaturverlauf vom zeitigen Frühjahr über den Sommer bis zum Herbst sich auch Beginn und Ende der täglichen Flugzeiten ändern. Hummeln sind grundsätzlich am Morgen bereits vor und am Abend noch nach den Honigbienen aktiv. Zu Wildbienen fehlen insgesamt verlässliche Daten.

Unter 10 °C ist der Flugbetrieb gering, aber je nach Situation nicht völlig ausgeschlossen. Über 12 °C nimmt die Flugaktivität zu und ist vor allem bei Temperaturen über 20 °C besonders intensiv. Im zeitigen Frühjahr starten die Honigbienen eher am späteren Vormittag, während sie im Hochsommer bereits ab dem Sonnenaufgang aktiv sind.

Da Pflanzenschutzmittel oft erst am Nachmittag oder Abend ausgebracht werden und die mit der B2 Auflage erst nach dem Ende des Bienenfluges gespritzt werden dürfen, sei hier vor allem auf das Ende des Bienenfluges eingegangen. Entscheidend ist vor allem die Temperatur am Flugloch. Dies bedeutet, dass zur selben Tageszeit an einem kühlen, schattigen Standort der abendliche Flugbetrieb bereits längst eingestellt sein kann, während an einem wärmeren, offener gelegenen Standort die Flugbienen zur selben Zeit immer noch aktiv sind. Man muss sich derzeit also immer ein Bild vor Ort an dem Feld machen, ob der Flugbetrieb bereits eingestellt wurde oder nicht.

Da es im Interesse aller ist, das Ende des Flugbetriebes voraussagen zu können, bedarf es dringend eines Forschungsprojektes, aus dessen Ergebnissen ein entsprechendes Tool zu entwickelt werden könnte.

Wo erhält man Einsicht in themenspezifische wissenschaftliche Arbeiten?

Die Forschungsinstitutionen, die sich mit Honigbienen und Wildbienen sowie deren Lebensraumansprüchen, Nahrungsquellen, Krankheiten, Umweltbelastungen etc. beschäftigen, haben sich vor Jahrzehnten zur Arbeitsgemeinschaft der Institute für Bienenforschung e.V. zusammengeschlossen. Auf deren Internetseite https://ag-biene.uni-hohenheim.de/ findet man alle Mitgliedsinstitutionen inkl. deren Internetseite aufgelistet. Auf den jeweiligen Internetseiten der Institute sind deren Aufgaben, Forschungsschwerpunkte und -projekte, Jahresberichte etc. einzusehen.

Auf welche Weise wird der Kontakt zwischen Landwirten und Imkern geknüpft, wie erfährt man, welches Land in wessen Besitz ist und gibt es öffentliche Hilfe zur Schlichtung von Streitigkeiten?

Idealerweise kann der Kontakt zwischen Landwirten und Imkern mittels der neuen BTB App. geknüpft werden. Wegen der Besitzverhältnisse muss man bei den Landwirten vor Ort nachfragen.

In der Regel haben zahlreiche Kommunen Schlichtungsstellen eingerichtet. Ehrenamtliche Personen, Bürger der jeweiligen Kommune, übernehmen als sogenannte Schiedsmänner die Aufgabe des Schlichters.

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